Ninjutsu
Die Geschichte der Ninja ist so alt wie der Mensch selbst und seit jeher fester Bestandteil der japanischen Kultur. Ganz im Gegenteil zu ihrem Hollywood Filmimage der maskierten Bösewichte, führten die legendären Schattenkrieger ein friedvolles Leben.
Abgeschieden in den Bergen Japans lebten einst die Ninja Clans in vollkommenem Einklang mit ihrer natürlichen Umgebung (ähnlich den Indianern Amerikas) und strebten nach Harmonie zwischen Himmel und Erde (Ten Chi Jin). Sie waren wahre Meister der Kampfkunst, der Heilkunst und vor allem auch darin, sich auch den schwierigsten Bedingungen anzupassen. So entwickelten sie im Laufe der Jahrhunderte außerordentliche, fast magisch anmutende Fähigkeiten, die ihnen den Ruf von mystischen und übernatürlichen Wesen einbrachten – das Ninjutsu (wörtl. „die Kunst, niemals aufzugeben“).
Takamatsu Sensei, 33. Großmeister des Togakure Ryu Ninpo
auch bekannt als Moko no Tora (Mongolischer Tiger)
Takamatsu Toshitsugu, der Lehrer von Hatsumi Sensei, gilt als der letzte Meister des Ninjutsu, der seine Fähigkeiten noch zu seinem Schutz in Kämpfen auf Leben und Tod anwenden musste. Viele Geschichten ranken sich um die Gestalt des „Moko no Tora“, der viele Jahre in China verbracht hatte und dort unter anderem als Leibwächter des chinesischen Kaiserhauses arbeitete. Nachdem Takamatsu Sensei im jungen Masaaki Hatsumi seinen Nachfolger in den neun Kriegskunsttraditionen, die heute im Bujinkan unterrichtet werden, gefunden hatte, gab er im Laufe der 15 Jahre des beinharten Trainings all sein Wissen an ihn weiter. Takamatsu Sensei verließ am 2. April 1972 diese Welt und wird heute nach dem japanischen Shinto Glauben als Bujin (göttlicher Krieger) verehrt.


